Leben & Reisen

Travel the Modern Traditional Way: Disneyland!

10. Mai 2018
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Oh là là! Genau zwei Wochen liegt sie zurück. Die Reise ins Land der Kindheitsträume. Disneyland!!! Genug Zeit also, um sich die eigenen kleinen Wunden zu lecken, die man irgendwie davon getragen hat. (Nur die harten kommen in den Garten – äh nach Disneyland, schon klar.) Natürlich auch um sich nochmal gemütlich Gedanken darüber zu machen, was schön war. Und was eher nicht so. Ob es sich gelohnt hat, oder nicht. Denn ja: Vorab hab‘ mich tatsächlich gefragt: Was mache ich denn da vier Tage lang?! Jetzt weiß ich es. Viel warten zum Beispiel. Und dabei die Ruhe bewahren. Aber natürlich nicht nur. Was es sonst noch zu sehen gab? Was mich geärgert hat? Ob es wirklich überall nur Rosa und Hellblau ist? Lehnt euch zurück, bleibt noch ein paar Minütchen dran und kommt einfach schnell mit, in die Disney-Welt. Ach, aber eine Sache vorab: Mickey ist ein mieser Verräter. Ihr seid gewarnt.TMT_Travelguide_Disneyland_13

Things to see & to do

Alle Achterbahnfanatiker sollten hier abbiegen, in einen anderen Park. Denn Disneyland ist schön gemacht und sorgt vor allem beim inneren Kind für Balsam auf der Seele. Aber weniger bei Leuten, die auf große Dosen Adrenalinkicks aus Ritten in tollkühnsten Fahrgeschäften stehen. Ein paar spaßige Bahnen sind trotzdem dabei. Hyperspace Mountain zum Beispiel. TMT_Travelguide_Disneyland_8Oder die Rock ’n‘ Rollercoaster. Da habe ich mich als eigentlich bekennender Achterbahn-Hasenfuß auch getraut. War nämlich Indoor. Und deshalb bestimmt nicht so lang, wild und schlimm. Dachte ich. Also habe ich mich brav rein gesetzt. Natürlich nicht gewusst, was mich erwartet. Denn dunkel war es auch. Und trotz den anfänglichen Jammerattacken (Ich jammere gern lang und viel vorher, muss am Ende aber doch anerkennen: Lustig war’s!) mit viel Geschrei auch während der Fahrt Achterbahnspaß gehabt. Bin den ersten Looping meines Lebens gefahren. Das gleich drei Mal. Und einen 360° gab’s auch noch oben drauf. Und so hat sich für mich als Achterbahnanfänger Disneyland in Sachen Fahrspaß auf jeden Fall gelohnt. Was sich auch lohnt, ist den „Fast Pass“ zu ziehen. Damit kommt ihr zumindest an einigen Attraktionen an den langen Schlangen vorbei und seid schneller am Ziel. Äh, in der Bahn.TMT_Travelguide_Disneyland_9Aber auch einfach nur als Heile-Disneywelt-Liebhaber kommt man auf seine Kosten. Auf dem Weg zum Frühstück begrüßt man Donald mit einem High-Five, die Männer flirten mit Daisy. Aber: Wer sich nicht ordentlich für’s Posen mit den Mensch gewordenen Aushängeschildern einreiht, ist raus. (Dafür sorgt Mickey persönlich.) Der gesamte Park sieht aus, wie einmal mit Zuckerguss überzogen. Rosa, Hellblau, Pastellgelb soweit das Auge reicht. Und katapultiert einen damit wenigstens für ein paar Tage in ein Stückchen heile Welt. Zumindest wenn man die vielen Leute ignoriert, die die Eintrittskarte in den Park gegen Regeln und Manieren eingetauscht haben.TMT_Travelguide_Disneyland_10TMT_Travelguide_Disneyland_13TMT_Travelguide_Disneyland_11Okay, zugegeben. Ein bisschen mehr als Pastell gibt es doch noch. In den anderen Welten, die Disneyland noch zu bieten hat. Fluch der Karibik zum Beispiel. Coco oder auch Aladin. Genauso liebevoll gestaltet, nur eben mit ein paar Klecksen mehr Farbe.TMT_Travelguide_Disneyland_15TMT_Travelguide_Disneyland_12TMT_Travelguide_Disneyland_14Aber trotzdem. Drei Tage reichen. Denn der Park ist relativ klein. In meiner kindlichen Vorstellung war das alles irgendwie doch viel größer. (Ich natürlich auch viel kleiner.) Und irgendwann geht einem auch die Puste aus. Im Punkt „Nice to know“ später dazu noch mehr.

TMT_Travelguide_Disneyland_1Übrigens: Die Walt Disney Studios direkt um die Ecke sind weniger lohnenswert. Am schönsten ist hier die Welt von Ratatouille. Das fühlt sich dann so an, als wäre man im echten Paris gelandet. Dem mit der romantischen Musik. Den kleinen Cafés. Und den hübschen Häuserfassaden. TMT_Travelguide_Disneyland_7Ansonsten ist der Rest der Welt im Vergleich zum liebevoll pastelligen Disneyland eher grau. Irgendwie trist. Und bietet weniger Attraktionen.

Unterkunft

Im Land, in dem es eigentlich nur eine Farbe gibt, nämlich Pastellfarbe, war das Disney’s Newport Bay Club unser Zuhause. Es gehört zu den besseren (und teureren) Hotels und trotzdem: Im Hotel-Test ist es durchgefallen. Das Zimmer von Anfang an nicht gründlich gereinigt. Vier Tage, null mal gesaugt. Flughafenähnliche Sicherheits-Kontrollen und Warteschlangen. Ihr braucht also: viel Zeit und Nerven. Aber dafür seid ihr direkt am und 1,5h vor allen anderen im Park. Ist ein Argument, ein Auge zuzudrücken? Find‘ ich auch!

Essen & Trinken

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Das Essen ist teuer.  Zuckerhaltig. Fettig. Und fast überall steckt Mickey drin. Zumindest optisch. Was schön ist. Aber definitiv nicht immer seinen Preis wert. Wir haben deshalb auf dem Weg in den Park einen Schlenker in den nächstbesten Supermarkt gemacht und jede Menge Getränke gekauft. Nur Rucksäcke müssen in französischen Supermärkten übrigens draußen bleiben. Oder werden Diebstahlsicher abgeriegelt. Ansonsten hilft in Sachen Essen: Planung. Und der ein oder andere Brocken Französisch. Viele Restaurants sind schon Wochen oder Monate vorher ausgebucht. Deshalb rechtzeitig reservieren. Oder auch mal Glück haben. Wir waren zum Abschluss der Disneyland-Tour bei Captain Jack Sparrow essen – und hatten das beste (und vor allem gesündeste) Essenserlebnis im Park. TMT_Travelguide_Disneyland_4

Nice to know

TMT_Travelguide_Disneyland_5Ohhhmmmmm. Vier Tage Disneyland, danach vier Tage Ruhe im Schweigekloster, bitte. Bitte, bitte. Disneyland ist laut. Bunt. Wild. Und ich dachte wirklich irgendwann, jetzt werde ich irre! Kann mich nie wieder leise unterhalten. Und werde es vermissen, wenn ich schnurstracks zur öffentlichen Toilette durchgehen kann und mich nicht hinter 35 Damen mit ähnlichen Bedürfnissen einreihen muss.  Deswegen sei zum Abluss noch flott gesagt: Wer hier her kommt, muss sich auf einiges gefasst machen. Natürlich viel Schönes, aber auch viel Anstrengendes. Also einfach immer nett Lächeln.TMT_Travelguide_Disneyland_6Ab und an mal Donald oder Mickey winken. Und dann könnt auch ihr sagen: I survived Disneyland!

schöne andere Dinge

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