Wohnen

Eine Ode an die Birne! Oder: Der kleine Lampenguide

12. Oktober 2017
Lampenguide_Titelbild_final

„Schön habt ihrs hier! Aber bleibt das so oder kommt das noch weg?“ Das. Damit gemeint waren nicht etwa zwei gut getarnte Umzugskartons, die ihr unausgepacktes Dasein in einem dunklen Zimmereckchen fristen. Nö. Damit gemeint war unsere Deckenbeleuchtung, die für Omas und Opas Geschmack auch sieben Monate nach dem Umzug irgendwie noch ziemlich unfertig wirkt. Ehrliche Antwort: „Neee, das bleibt so.“ Und unverblümt erstaunte Gesichter. „Ach, dann macht man das heute wohl so.“ So sieht es aus. Zumindest bei uns.

Deshalb bitte bloß kein Genörgel. Auf die Frage nach der richtigen Deckenbeleuchtung reagier‘ ich sensibel. Sie fällt aus meiner Sicht nämlich in die Kategorie: Quasi unlösbar. Wenn schön, dann zu teuer. (Ein Drittel meines Monatsgehalts für eine Lampe?! Dann träum‘ ich lieber weiter.) Und wenn bezahlbar, zu viel Chrom! Ja, die Lampensuche war zäh. Kurz vor der endgültigen Verzweiflung kam dann aber die Idee mit der Birne. Ist ganz bestimmt nicht immer die hohe Einrichtungskunst. Aber supersimpel. Und doch irgendwie besonders. Weil es sie in der Zwischenzeit in so vielen schicken Formen und Ausführungen gibt. Und auch die Fassungen mit grandiosen Designs um die Ecke kommen. Man kann wild kombinieren und es kommt eigentlich immer was Gutes bei raus.

Deswegen hier meine Top-6-Lampenhighlights, mit denen man absolut gar nix falsch machen kann:

Gluehbirne_Uebersicht

1 | Alles was sich Vintage schimpft, wird ja irgendwie Trend. Scheint auch bei Glühbirnen der Fall zu sein, die gibts jetzt auch in Vintage. Von Osram. Aber Trend hin oder her. Ich war direkt verliebt. In die Vintage Edition 1906. Deswegen baumeln davon mittlerweile ein paar bei uns von der Decke. So schön, sag ich euch!

2 | Ich will Industrie, sagt der Mann. Ich will was Nettes, denke ich. Ein Glück gibt’s Starkey, die Leuchte von Made. Hat echt männliche Fassungen, die aber schön Gold glänzen. Wenn Kompromisse finden nur immer so easy wär…

3 | Nicht kleckern, sondern glotzen. Zum Beispiel mit der Bling-Bling-Glühbirnen-Ausführung von Eric Therner. Diamonds are a girls best friend und so. Das gilt übrigens auch für Glühbirnen.

4 | Bei Kolorowe Kable könnte ich mich eigentlich einmal quer durch den Laden shoppen. Schnieke Birnen, außergewöhnliche Lampen und Fassungen die die Birnen ordentlich in Szene setzen. Ein kleiner Lampentraum. Wenn da nur nicht die Hürde mit der Sprache wäre. Ein Wörterbuch hilft. Was tut man nicht alles für ein schickes zu Hause…

5 | Ein bisschen weniger Industrie (sorry Männer) aber dafür mehr Wärme (also so ein richtiges Frauending) gibt’s bei Nordic Tales. Denn da werden die Glühbirnen in Holzfassungen gepackt.

6 | Und wenns dann doch erstmal nur für die Baustellenübergangsfassung reicht, dann aber bitte mit schicker Birne. Zum Beispiel der von Nook London. Die stellt jedes noch so langweilige Kabel in den Schatten.

Überzeugt, dass die Birnen doch richtig was drauf haben und nicht gleich wieder abgeschraubt werden müssen? Okay, die ein oder andere ist auch bei uns nur eine Übergangslösung. Aber psssst: Muss ja keiner wissen. Bis doch irgendwann was Neues kommt, verkaufe ich es einfach als Trend. Oma und Opa werden es mir auf jeden Fall glauben.

Ach, und wer so gar keine Lust auf von der Stange hat, der baut einfach selbst. Haben wir auch gemacht. Und ich sage euch, es fühlt sich irre gut an, wenns denn mal hängt. Und strahlt! Also die Lampe. Und wir natürlich auch, aber vor Stolz.

Lampenguide_Lampe_DIY

Photocredits: Glühbirne Vintage Edition 1906 | Osram – Lampe Starkey | Made – Glühbirne von Eric Therner | Jesper Lindström – Lampenfassung Marmor | Kolorowe Kable – Lampenfassung Nordic Tales| Connox – Glühbirne Nook London | Nunido

schöne andere Dinge

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