Leben & Reisen

Moody Monday #3: #thisishowwelove

16. Oktober 2017
#thisishowwelove_1

Irgendwann hat mich Monsieur S. gefragt, ob ich nicht mal Zweifel hatte, mir mal die „Und was ist wenn…?“-Frage gestellt habe. Nämlich da, als ich das Leben in der einen Stadt aufgegeben habe, um kopfüber und mit Sack und Pack in einer anderen ein neues anzufangen. Ein Leben zu zweit. Und weg von Zuhause. Meine Antwort war kurz und ganz ehrlich: „Nö.“ Weil ich tief in mir drin wusste, das muss jetzt so. Das ist jetzt unsere Zeit. Und unser Leben.

Und bis heute würde ich behaupten: Ja, es hat sich gelohnt. Und wir sind ein gutes Team. Ein sehr gutes sogar. Haben uns immer was zu erzählen und falls mal nicht, auch halb so wild. Lernen vom anderen Dinge, die bis dato undenkbar waren, weil man sie rein aus Prinzip abgelehnt hat. Haben geheime Abmachungen, die sonst keiner kennt. Und nehmen es dem anderen nicht krumm, wenn er hin und wieder sein persönliches Wohlfühlprogramm durchzieht.

thisishowwelove_2

thisishowwelove_5

thisishowwelove_13

Und wenn mich dann bei der Arbeit plötzlich das Kribbeln im Bauch überkommt, weil ich mich auf zu Hause, das gemeinsame Abendessen, die Zeit zu zweit freue, dann weiß ich wieder einmal mehr: Alles richtig gemacht. Aber sowas von. Weil wir es schaffen, zusammen Luftschlösser zu bauen. Schlösser, in denen aber doch jeder sein eigenes Zimmer hat, für die persönlichen fünf Minuten. Weil der eine den anderen dazu bringt auch mal die Bremse reinzuhauen, kurz innezuhalten und über das Gesagte des anderen nachzudenken. Ohne Vorwurf und ohne „Hab-ich-dir-doch-gleich-gesagt“. Und weil man den anderen so sein lässt, wie er ist. Manchmal, voll mit dabei ist, in seinem Leben. Oder ihn einfach nur allein vor sich hin werkeln lässt. Freiheit für mehr Zweisamkeit sozusagen.

thisishowwelove_12

thisishowwelove_8

thisishowwelove_11Klingt alles höchst romantisch, nach Hollywood und dem perfekten Beziehungs-How-To, oder? Heißt aber noch lange nicht, dass bei uns nicht auch mal kurz die Fetzen fliegen. Denn wir posieren nicht wöchentlich vor einem atemberaubenden Bergpanorama. Und brechen auch nicht immer in Jubelstürme über die neuesten Ideen des anderen aus. Ist aber auch nicht schlimm, so eine kleine Konfrontation. Und manchmal vielleicht auch notwendig, um wieder auf dem Boden der (Beziehungs-)Tatsachen anzukommen. Um mal wieder vom eigenen „Ich-mach-mir-die-Welt-wie-sie-mir-gefällt-Thrönchen“ runter geholt zu werden, auf dem man es sich gerade erst gemütlich gemacht hat. Um wieder anzukommen, in der gemeinsamen Welt. Und um das was man miteinander hat, noch einmal mehr zu schätzen.

thisishowwelove_10

thisishowwelove_3

thisishowwelove_4Manchmal braucht es einfach den liebevollen Extra-Schubs von der anderen Seite. Einen, der uns die Augen öffnet und uns mal eben zum nachdenken bringt. Einen, der nur mal kurz mahnend den Zeigefinger hebt, um zu zeigen „Hallo ich bin auch noch da“. Uns dann aber wieder feste in den Arm nimmt und sagt „Alles ist gut.“ Ja, lieben ist menschlich, sich manchmal irren aber auch. Und genau dieser Schubs zeigt uns dann aufs Neue und mit voller Breitseite wie schön, aufregend, gemütlich und lustig so ein Leben zu zweit ist. Einen, der unser Herz auch nach Jahren plötzlich so viel schneller schlagen lässt. Denn, #thisishoweelove. Ehrlich, authentisch und mit ganz viel Gefühl.

thisishowwelove_9

thisishowwelove_7

thisishowwelove_6

Photocredits: Anija Schlichenmaier

schöne andere Dinge

0 0 votes
Article Rating
Subscribe
Benachrichtige mich zu:
guest
1 Kommentar
älteste
neuste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments
Anija
4 Jahre her

Oh Sophie, so wundervoll! Ich muss gleich Grinsen, weil so vieles auch auf JO&mich zutrifft und wir für uns den perfekten Weg gefunden haben. MIt ganz viel ‚Gemeinsam‘ aber eben auch viel „für sich und trotzdem nie allein“.
Ihr seid so ein tolles Paar – vielen Dank, dass ich das festhalten durfte! <3