Do It Yourself

DIY: Adventskalender mit Bart und Fliege

12. November 2017
DIY_Adventskalender_Bart_Beitrag

Okay, auch wenn ich mich erst kürzlich als „Christmaholic“ geoutet habe, muss ich zugeben: Sobald es Richtung Dezember geht, bekomme ich hin und wieder Herzklopfen und gerate ganz kurz ins Schwitzen. Aber wirklich nur kurz. Weil ich gefühlt gestern noch die letzte Kugel Eis beim Italiener ergattert und in der Herbstsonne mit Alpenblick zusammen mit Mama am Spritz genippt habe. Und deshalb bis zum Näherrücken des letzten Kalenderblattes (also quasi vor knapp zwei Wochen) und damit dem ultimativen Weihnachtsmonat nur den klitzekleinen Hauch einer Ahnung hatte, wie ich die 24 Tage bis Weihnachten noch ein winziges bisschen schöner gestalten kann, als sie ohnehin schon sind. (Dafür ist man übrigens nie zu alt, um das direkt klarzustellen. Niemals.) Ein ausgereiftes Adventskalender-Bastel-Konzept? Fehlanzeige. Meine innere Stimme dagegen ist schon seit einiger Zeit voll im Weihnachtsmodus. Summt munter „Last Christmas“ und fragt zwischendurch immer wieder mal: „Denkst du auch an den Kalender?“ Klar, der gehört hier schließlich jedes Jahr zum Inventar. Weglassen?! Wäre eine kleine Schande.

So weit kommt es aber gar nicht erst. Und die anfängliche Nervosität verzieht sich schnell wieder. Weil ich Dank vorweihnachtlicher Intuition weiß, dass ja doch alles glatt läuft. Mit Hilfe einer ordentlichen Einstimmung auf die Weihnachtsseason, die dem goldigen Herbst direkt das Licht ausmacht. Mein ultimativer Weihnachts-Einstimmungs-Plan lautet wie folgt: Schritt 1 – Weihnachtsplaylist anschmeißen. Schritt 2 – Gelegentlich auf ein paar weihnachtliche Pinterest-Boards linsen. Die Konkurrenz informiert sich schließlich auch. Oder wurde sogar schon selbst aktiv. Schritt 3 – Die ein oder andere Inspirationen in städtischen Schaufenstern sammeln, die auch schon ganz laut „Santa Claus is coming to town“ rufen. Noch ein bisschen Zeitschriftenblättern hier und ein wenig Online-Shops durchforsten da. Und schwups – ist sie da, die fertige Idee. Aus der ein Kalender wurde, der sich, wie ich finde, sehen lassen kann. Schließlich trägt er Bart und Fliege.

Für den Adventskalender benötigt ihr:

DIY_Adventskalender_Bart_Fliege_Material

Außerdem ganz hilfreich:

// Schneideunterlage

// Bleistift

// Lochzange

// Sticknadel

// Zirkel

// weißer Stift

Los geht’s mit dem Bart. Vorlage downloaden, ausdrucken, 24 Bärte auf weißes und schwarzes Tonpapier übertragen und ausschneiden. Mit einem scharfen Cutter die Mundpartie entfernen.

DIY_Adventskalender_Bart_Fliege_Ausschneiden

Danach kommt die Fliege. Dafür einen Papierstreifen (z. B. vorgeschnittene Streifen für Fröbelsterne, spart Arbeit und ist schön exakt) in eine Schlaufe legen, sodass beide Seiten der Fliege geschlossen sind und der Anfang des Papierstreifens in der Mitte der künftigen Fliege liegt. Das äußere Streifenende abschneiden und den Streifen jetzt unter die Schlaufe legen, die die Fliege bildet, sodass auf beiden Seiten der Streifen in etwa gleicher Länge rausguckt. Dabei den Daumen immer auf der Schleife lassen. Mit einem Tacker die Schlaufe an den dahinterliegenden Pappstreifen befestigen. Für das Mittelstück ein weiteres kurzes Streifenstück über die Schleife legen und an der Rückseite festkleben (z. B. mit Maskingtape). Das ganze 24 mal.

DIY_Adventskalender_Bart_Fliege_anfertigenDIY_Adventskalender_Bart_Fliege

Fliege und Bart mit Pattafix auf den Pappbechern (gibt’s z. B. bei Kukuwaja) befestigen. Hält bombig und kann nach Weihnachten wieder easy abgemacht werden. Denn wir wissen ja alle: Das nächste Weihnachten kommt nicht nur bestimmt. Sondern ganz sicher.

DIY_Adventskalender_Bart_Fliege_BecherUm die Fäden an den Pappbechern zu befestigen, mit einer Lochzange zwei Löcher durch die Wände stanzen – sie sollten idealerweise gegenüberliegend sein. Ansonsten wird’s etwas schief (macht aber nix, der Kalender ist ja irgendwie auch Kunst und die liegt wie immer im Auge des Betrachters). Durch jedes Loch einen Faden ziehen,  sodass er doppelt liegt. Deckel drauf und die vier Fadenenden oben zusammen knoten. Hält und hängt.

DIY_Adventskalender_Bart_LöcherDIY_Adventskalender_Bart_Faden
Für die Zahlen habe ich Acrylfarbe mit etwas Wasser verdünnt und mit einem Pinsel auf schwarzes Papier gesprenkelt. Mit dem Zirkel noch eben 24 Kreise gezogen und die Zahlen von 1 bis 24 drauf geschrieben. Ausschneiden, auf die Deckel kleben – that’s it!

DIY_Adventskalender_Bart_Zahlen

Mit der Wolle einen Weihnachtsbaum auf die Lochplatte (meine ist vom Schweden) sticken. Hier gilt: Freestyle! Monsieur S. war hier übrigens am Werk und hat die Konturen eines Bäumchens mit Nadel und Faden abgebildet. (Und er hat’s gern gemacht, ganz ehrlich. Schließlich gehören ihm auch 12 von 24 Türchen.) An die Enden der Fäden, mit denen ihr beginnt, eine Perle knoten. So wird verhindert, dass die Fadenanfänge durch die Löcher rutschen. Die Fadenenden zusammen verknoten, sobald ihr den Baum fertig gestickt habt.

DIY_Adventskalender_Bart_Baum

Ich habe flux noch ein wenig Grün dran gepackt, an den schwarz-weißen Pseudo-Baum. Und als krönenden Abschluss ein paar kleine Kugeln und die 24 Becher an die Haken gehängt. Fertig ist er, der diesjährige Adventskalender mit Bäumchen, Bart und Fliege.

DIY_Adventskalender_Bart_Final_2

DIY_Adventskalender_Bart_Final

DIY_Adventskalender_Bart_Final_3

Nadelt nicht, braucht kein Wasser und hält problemlos bis zum 24. durch. Das einzige was weniger wird, ist die Füllung. Aber das gehört ja so.

schöne andere Dinge

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