Watercolor Material

Eigentlich war das alles so noch nicht geplant. Zumindest nicht direkt. Und nicht so schnell. Doch genau das ist ja das schöne im Leben. Dass man nie weiß, was an der nächsten Ecke für hübsche Dinge auf einen warten. Okay zugegeben. Es kann nicht immer was Großartiges sein. Nicht immer bunt. Und so aufregend, dass einem das Herz bis zu den Ohren klopft. War es dieses Jahr aber irgendwie doch. Für mich. Und darüber freu‘ ich mich wirklich wie verrückt. Aber nochmal drei Schritte zurück. Von Anfang an. Und ohne sentimental zu werden. Schließlich soll’s hier ja noch um was Hilfreiches für euch gehen.

Alles fing mit einem Instagram-Post an. Ein Beitrag, in dem ich sagte, ich würde gern ein eigenes Kreativ-Café eröffnen, wenn ich nicht arbeiten müsste. Ein Beitrag, auf den ich so viele (liebe und spannende) Rückmeldungen bekam. Und der rückblickend den Stein ins Rollen gebracht hat. Für die Idee oder besser gesagt den Raum für meine ersten Watercolor Illustration Workshops. Der eigentlich direkt bei mir um die Ecke liegt, im „Paul und Paula“ in Dachau. Einem hübschen kleinen Kreativraum, der der Austragungsort für meinen ersten Watercolor Workshop werden sollte. Ich wusste nicht ob überhaupt jemand kommen wird. Oder ob ich den Samstagnachmittag im Oktober allein mit Pinseln und Farbe verbringen sollte. Habe es einfach mal gewagt. Und tadaaaaaaaaaaa: Da saß ich schon beim allerersten Workshop mit sage und schreibe elf Teilnehmern. Beim zweiten wieder. Gott, das war so schön. Und so gar nicht direkt geplant.

Man kann einen noch so genauen Plan haben. Am Ende hat das Leben doch seine eigenen Regeln. Aber: Es kommt darauf an, was man draus macht.

Manchmal muss ich mich auch von Ideen verabschieden. Plänen verabschieden. Dinge verschieben. Noch ein bisschen warten, bis die Zeit (hoffentlich) reif dafür ist. Oder ich schlichtweg Zeit dafür habe. Ist aber alles halb so wild. Denn die Hauptsache ist: Ich mache mehr von dem, wofür ich brenne. Dinge, für die ich auch bis 24 Uhr am Schreibtisch sitze, anstatt schief zusammen gerollt mal wieder vom Sofaschlaf übermannt zu werden. (Wobei, ist auch mal schön.) Und vor allem: Ich kann die kreativen Ideen teilen. Mit dir. Mit euch. Mit ganz vielen Leuten da draußen. Hier auf dem Blog. Drüben auf Instagram. Oder in Watercolor Workshops in und um München.

Und genau darum soll es hier jetzt auch gehen. Also nicht direkt um die Workshops, sondern um das Material, das ihr dafür braucht. Weil nicht jeder zum Workshop kommen kann. Einige andere auch immer wieder fragen. Was braucht man denn? Was ist gut? Und wo bekomme ich das? Bei der Fülle an Materialien verliert man aber auch schnell den Überblick. Deshalb habe ich jetzt mein liebstes Watercolor Material gesammelt und in einer kleinen Übersichtsliste für Watercolor Equipment zusammen gestellt.

Material für Watercolor Illustration und Lettering

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// Hahnemühle Britannia matt Papier. Die Struktur ist verhältnismäßig glatt, dadurch lässt sich die Farbe vor allem für Anfänger gut kontrollieren.

// Rundpinsel von da Vinci in 0, 2, 6, 12 – also den gängigen Größen, die man braucht. Rundpinsel deshalb, da man je nach Druck und Haltung feine oder breite Linien oder sogar Flächen malen kann.

// Aquarellfarben in Näpfchen Schmincke. Damit habe ich angefangen und daran bin ich auch hängen blieben. Stark pigmentiere Farben mit natürlichen Pigmenten.

// Aquarellfarbe in der von Tube Winsor & Newton oder von van Gogh. Grundsätzlich gilt: Aus den Tuben werden die Näpfchen gemacht. Sprich, was in der Tube ist, ist auch in den Näpfchen, nur in getrockneter Form. Trotzdem sind Tuben eine optimale Ergänzung, da sie ergiebiger sind, sich deshalb zum Beispiel gut für großflächige Illustrationen eignen und man sich durch das Eindrücken der Farben in eine Mischpalette einen individuellen Aquarellkasten zusammensetzen kann.

// Mit Aquarellfarben lässt es sich nicht nur Illustrieren, sondern auch Lettern. Das geht besonders gut mit den flüssigen Farben von Ecoline. Sie bestehen aus künstlichen Pigmenten, sind schon angelöst und können auch nach dem trocknen nochmal angelöst werden.

// Zum Lettern finde ich die Wassertankpinsel von Pentel übrigens super praktisch. Weil ihre Synthetikspitze relativ stabil ist und deshalb nicht so einfach davon flutscht.

// Für ein bisschen mehr Glitzer und Glamour im Aquarellkasten eignen sich die Komorebi Metallic-Farben ganz prima.

// Fineliner, damit gebe ich der Illustration hin und wieder noch den passenden „Rahmen“. Am liebsten verwende ich die Pigma Micron, da sie wasserfest sind und somit nicht verschwimmen, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen.

// Das wichtigste zum Schluss: Einen Radiergummi, der eure Vorzeichnungen wieder entfernt und dabei das Aquarellpapier nicht beschädigt und gleichzeitig noch die Radierschnipsel einsammelt.

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Und sonst so?

// zwei Wassergläser, eins für kalte und eins für warme Farben

// Küchenpapier, um überschüssige Flüssigkeit oder Farbe aufzusaugen

// Bleistift (HB), für leichte Vorzeichnen

// Mischpalette, um die Farben aus den Tuben hinein zu geben und um neue Farbtöne anzumischen

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P. S.: Es handelt sich bei den genannten Artikeln ausschließlich um persönliche Empfehlungen.

Photocredits Produktbilder: Papier – modulor | Pinsel-Set – Gerstaecker | Aquarellfarben Schmincke – idee. der creativmarkt | Aquarellfarbe Winsor & Newton – Amazon | Aquarellfarbe van Gogh – Amazon | Ecoline Wasserfarbe – idee. der creativmarkt | Wassertankpinsel – Amazon | Komorebi Farben – Amazon | Fineliner – Amazon | Radiergummi – Amazon